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Thema: Der Hörspiele-Thread

  1. #1
    Mk.de Mitglied Stammuser Avatar von Retro
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    Standard Der Hörspiele-Thread

    Nachdem es hier ja schon einmal einen Hörspiele-Thread gab der leider nicht mehr aufrufbar ist,
    und ich in den letzten Monaten recht viele Hörspiele höre, gibt es jetzt einen neuen Thread!
    Beteiligen darf und soll sich jeder, den das Thema interessiert, wenn ihr aber selbst ein Hörspiel vorstellt,
    dann bitte nicht nur mit einem Satz im Stil von "John Sinclair 47 - War gut!".
    Niemand muss so ausführlich schreiben wie ich,
    aber eine kurze Inhaltsangabe und eine Begründung der Wertung sollten schon dabei sein.

    In diesem Thread bitte hauptsächlich HÖRSPIELE,
    Hörbücher oder Lesungen nur wenn sie thematisch zu einer Hörspiel-Reihe passen!
    Bei Interesse und Bedarf kann ja auch noch ein entsprechender Thread eröffnet werden.


    Den Anfang machen die Produktionen aus dem Dunstkreis von Gerold Darynger,
    welcher für und unter vielen Labels an Hörspielen mitgearbeitet,
    sowie auch selbst Hörspiele und Lesungen produziert und vertrieben hat:
    GIFTSTACHEL, RATTENMOND, OHRHORROR, AUDIOSTERNE
    Die Anfänge waren mehr als nur bescheiden,
    aber eine Steigerung ist ab dem dritten Werk deutlich erkennbar.


    GIFTSTACHEL 0001 - DETOLATES BLUTSTERN



    Bereits wenige Sekunden nach dem starten des Hörspiels kann man eines mit Sicherheit sagen:
    Man hört hier etwas besonders.
    Leider etwas besonders schlechtes!
    Alleine schon die Idee den Sprecher, welcher dem geneigten Hörer erzählt dass es sich hier
    um ein Hörspiel für Erwachsene handelt, dermaßen viel Hall auf die Stimme zu legen
    dass man ihn kaum versteht und von der ersten Sekunde an genervt ist, lässt schlimmes erahnen.

    Inhaltlich geht es hier reichlich wirr und durcheinander um die 8-jährige Evelyn,
    Kinderschänder, Vatermord, Hexenverfolgung und natürlich den namensgebenden Dämon Detolates.
    Es wird zwar versucht so etwas wie eine Geschichte zu erzählen, aber eigentlich geht es wohl nur darum
    Tabus zu brechen, Ekelszenen genau zu beschreiben, und damit zu provozieren.

    Der Detolates-Sprecher mit verfremdeter Stimme ist eine katastrophe und teils schwer verständlich,
    was auch an der meist fürchterlichen Musik-und Geräuschuntermalung liegt.
    Aber auch die Klarstimmen sind mit dem Begriff "Amateurhaft" schon viel zu positiv beschrieben,
    und offensichtlich wird viel abgelesen.
    Manch einer schafft es nicht einmal duchgehende Sätze zu artikulieren,
    was man deutlich anhand zusammengestückelter Sätze erkennen kann.
    Auch die generelle Tonqualität lässt stark zu wünschen übrig,
    rein produktionstechnisch liegt hier ein echter Totalausfall vor.
    Wer sich das freiwillig fast eine ganze Stunde lang antut muss schon wirklich hart im nehmen sein-
    nicht wegen dem Inhalt, sondern wegen der zu 100% komplett vergeigten Produktion dieses "Hörspiels".

    0/10

    GIFTSTACHEL 0002 - SATANUS VENEZIA



    Wieder der nervige Hall auf der dadurch fast unverständlichen Stimme , welche den Hörer begrüßt.
    Hat sich sonst was geändert? Oder vielleicht sogar gebessert?
    Man sollte ja annehmen dürfen, dass eine Steigerung erkennbar ist...

    Catarina wurde von den Ärzten aufgegeben, ihr Körper ist von Tumoren regelerecht zerfressen.
    Als sie ins Koma fällt bekommt sie erstaunlicherweise eine Chance zu überleben-
    denn in diesem Zustand erkennt ihre Seele,
    dass die Tumore nichts anderes als das personifizierte Böse sind:
    Dämonen aus alten Zeiten, welche ihren Körper angreifen, aber durchaus besiegt werden können.
    Währenddessen kommt Catarina's Vater dem Geheimnis auf die Spur, woher die Dämonen kommen...

    Die Erzählerin der Geschichte klingt teils regelrecht gelangweilt,
    und man merkt deutlich dass der Text einfach nur emotionslos abgelesen wird.
    Auch die sonstigen Sprecher sind noch immer auf unterstem Niveau angesiedelt.
    Wieder muss man sich ärgern, dank der "tollen",
    scheinbar sehr beliebten Stimmenverfremdung böser Charaktere manches kaum zu verstehen-
    oder alternativ ein Grinsen im Gesicht zu haben,
    denn teils wird jedes Wort so übertrieben betont, dass es trotz verfremdung verständlich wird.
    Auch toll. Man versteht jetzt etwas mehr, es klingt aber nur noch lächerlich und peinlich.
    Der Einsatz von nerviger, teils unpassender Musik und diverser Geräusche
    hat sich gesteigert und nervt noch mehr als im Vorgänger.
    Hier wurde versucht eine bessere, vielschichtigere Story inklusive einiger Zeitsprünge zu erzählen,
    aber wie schon im Vorgänger hilft das nur wenig, wenn das drumherum nicht stimmt.
    Inhaltlich also zumindest besser als der Vorgänger,
    aber ein "Hörgenuss" kann sich dank übler Produktion auch hier nicht einstellen.

    1/10

    GIFTSTACHEL 0003 - DAS PUPPENHAUS



    Die Begrüßung des Hörers mit einer verfremdeten Stimme hat man auch hier zwar beibehalten,
    aber immerhin deutlich verkürzt. Ein gutes Zeichen?

    Ein Gemälde aus dem 16.Jahrhundert, welches den sogenannten "Blutbischof" zeigt, s
    cheint Menschen zu beeinflussen.
    Eben dieses Bild hat Mark Layne gerade erworben und im Haus der Familie aufgehängt.
    Schon bald beginnt er grausame Dinge zu sehen:
    Sein Hund bringt ihm abgeschnittene menschliche Finger,
    und im Puppenhaus der Tochter liegen herausgerissene menschliche Herzen...

    Die Giftstachel-Macher haben dazugelernt:
    Der Hintergrund ist nicht mehr mit unpassender Musik und Geräuschen zugekleistert.
    Alleine dadurch ist "Das Puppenhaus" schon deutlich anhörbarer geworden als beide Vorgänger,
    und sogar der Erzähler und die Sprecher haben sich deutlich gesteigert-
    zwar nicht auf Profi-Niveau, aber zumindest durchaus anhörbar.
    Die Geschichte verzichtet auf übertrieben kontroverse Inhalte
    und bleibt weitestgehend realistisch- sofern man das im Horrorbereich sein kann.
    Auch die Laufzeit ist passend: Nicht zu kurz, nicht zu lang-
    und ebenso frei von Langeweile wie von "erzwungenem" Splatter rein zur provokation.
    Hier kann man als Horrorfreund durchaus mal ein Ohr riskieren!

    6/10


    KURU - DER LACHENDE TOD



    Eine Expeditionsgruppe ist im Dschungel Neuguineas unterwegs,
    wo sie nicht nur auf hochgiftige Spinnen in den Bäumen
    und Piranhas in Flüssen treffen, sondern auch auf einen Kannibalenstamm...

    Keine Frage: Für das Zielpublikum wird hier einiges geboten.
    Nur, was genau ist denn die Zielgruppe solcher Hörspiele aus dem Dunsktreis
    von Giftstachel / Ohrhorror / Rattenmond?
    Ganz klar die Fans von Splatterfilmen- und sicher nicht der typische H.G. Francis Gruselserien-Hörer.
    Laut Cover ist "Kuru" empfohlen ab 16 Jahren, und das sollte man auch durchaus ernst nehmen.
    Wenn wir schon bei Splatterfilmen sind:
    Das ganze erinnert doch recht stark an die italienischen 80'er Jahre-Kannibalenfilme,
    und damit meine ich jetzt nicht nur die Handlung.
    Auch die Gewaltdarstellung ist hier sehr genau beschrieben und sicher nicht für jeden geeignet.
    Aber: Wer sich das Cover genau ansieht und dann zugreift,
    der sollte hinterher lieber seine Klappe halten und nicht meckern.
    Man bekommt das, was zu erwarten ist.
    Eine Prise Hardcore-Sex und eine Menge explizit beschriebene Kannibalismus-Szenen.
    Technisch gesehen ist das ganze zwar eher mittelmäßig,
    aber zumindest doch deutlich über Amateur-Niveau.
    Die größten Kritikpunkte sind meiner Meinung nach die zu lange Laufzeit mit knapp 80 Minuten,
    welche auch noch bestimmt die Hälfte der Laufzeit vom Erzähler getragen wird,
    und die Tatsache dass die Sprecher (welche ihren Job ganz gut machen) immer klingen,
    als wäre ein "Hall" auf dem Ton.
    Ist halt blöd, wenn man genau hört dass das ganze in einem Studio
    oder zumindest einem geschlosenen Raum aufgenommen wurde,
    obwohl die Truppe gerade im Dschungel unterwegs ist.

    Wirklich "gut" ist das Hörspiel nicht,
    aber auch weit entfernt von einer angeblichen Katastrophe, wie man immer mal liest.
    Wer auf der Suche nach einem Splatter-Hörspiel ist wird hier fündig,
    muss aber mit oben erwähnten Schwächen leben.
    Wenn man dagegen auf die klassischen Grusler von H.G. Francis,
    Dan Shocker oder die John Sinclair-Reihe steht:
    Hier findet ihr weder die Qualität der erwähnten Reihen,
    noch "klassischen" Grusel. Dafür Splatter und Gedärme.

    5/10


    ZORN - KAPITEL 1



    Im Jahr 2050 gerät ein deutsches Raumschiff in die Nähe eines schwarzen Loches
    und wird von diesem angezogen.
    Zwei Frauen können mit einer Rettungskapsel entkommen,
    geraten aber in einen Zeitstrudel, welcher sie in die Zukunft führt.
    Im Jahr 2084 angekommen hat sich in Deutschland einiges geändert.
    Nicht nur, dass es jetzt "Euroland" heißt, es wurde auch zum totalitären, komplett überwachten Staat.
    Bücher und Musik sind größtenteils verboten,
    Internet und Mobiltelefone dienen dem Staat zur Überwachung der Bevölkerung.
    Doch natürlich gibt es noch ein paar wenige Menschen
    die sich nicht anpassen und unterdrücken lassen wollen, auch wenn darauf die Todesstrafe steht...

    Auch "Zorn" ist ein Splatter-Hörspiel aus dem Hause Giftstachel,
    obwohl auf dem (unpassendem) Cover nichts davon zu sehen ist.
    Inhaltlich ist das ganze allerdings keine Horrorgeschichte, sondern eher düstere Science Fiction.
    Bedient hat man sich offensichtlich bei Vorbildern wie "Fahrenheit 451" und "1984"
    (welche in Euroland verboten sind).
    Kein Wunder dass die Geschichte an sich durchaus potential hat,
    und wohl auch Fortsetzungen geplant waren- die aber nicht kamen.
    Hier hat man sich also ein wenig an Gesellschaftskritik versucht und mit Splatterszenen vermischt,
    was leider größtenteils reichlich trashig rüberkommt-
    nicht unbedingt wegen dieser Mischung, vor allem wegen einiger Sprecher.
    Die meisten arbeiten zwar im guten bis erträglichen Bereich,
    ein paar beinahe unerträglich schlechte sind allerdings auch dabei.
    Ansonsten ist die Produktion in Ordnung, Musik und Effekte werden auch hier
    deutlich sparsamer, aber passender eingesetzt als in den ersten beiden "Giftstachel"-Geschichten.
    Wirklich professionell ist das ganze nicht, aber auch kein Totalausfall- und inhaltlich nicht uninteressant.

    5/10


    APOKRYPHUS



    Seit Jahrhunderten schon existieren Geheimbünde und Geheimgesellschaften mitten unter uns,
    welche mehr oder weniger erfolgreich versuchen, Einfluss auf das Weltgeschehen zu nehmen.
    Am aktivsten waren diese im Mittelalter und zur Zeit des zweiten Weltkrieges.
    Aber auch heute noch sollte man Andeutungen und Hinweise auf solche aktivitäten ernst nehmen...

    Mit dem Thema Geheimbünde hat man schon mal generell einen guten Start erwischt,
    denn dieses scheint im Hörspielbereich ja noch nicht allzu oft aufgetaucht zu sein.
    Das ganze kommt, wie erwartet, teilweise auch recht splatterig daher-
    aber deutlich weniger trashig als gedacht.
    Offensichtlich hat man die Story ursprünglich auf eine längere Laufzeit,
    also weitere Fortsetzungen ausgelegt- was zwar ganz schön sein könnte,
    in dem Fall nur leider nach hinten losgeht, da keine Fortsetzung mehr kam.
    Das ist wirklich schade, denn zum einen ist "Apokryphus" im gesamten das bisher beste Hörspiel
    aus dem Dunstkreis von Darynger und auch mit passablen Sprechern ausgestattet,
    zum anderen endet die Geschichte zur Zeit des zweiten Weltkrieges-
    obwohl (nicht nur wenn man das Cover betrachtet) angedeutet wird dass es weitergehen sollte.

    7/10


    DÜSTERE BALLADEN - HALLOWEEN SONDEREDITIONEN



    Hierbei handelt es sich nicht um Hörspiele, sondern um inszenierte Lesungen-
    auch wenn hinter allem wieder der von Giftstachel, Ohrhorror usw. bekannte Name Darynger steht.
    Unter dem (wieder mal) neuen Label "Audiosterne" versucht man es hier mit einem anderen Konzept.
    Geboten werden verschiedene Horror-Kurzgeschichten in Gedichtform von Gerold Darynger,
    vorgetragen von Bert Stevens, dessen Stimme man aus diversen Filmen und auch Hörspielen kennt.
    Unterlegt sind die Geschichten von passender Musik und Hintergrundgeräuschen.
    Wenn man damit etwas anfangen kann, muss ich in diesem Fall eine Empfehlung aussprechen.
    Der Sprecher ist hervorragend gewählt und bringt die Stimmungen sehr gut rüber,
    Musik und Geräusche sind stets passend und nerven nicht- und vor allem:
    Die durchweg gereimten Geschichten kommen nicht holprig daher,
    dafür scheint Darynger Talent zu haben.

    Düstere Balladen 1 enthält:
    - Verbotene Bücher
    - Hexe zu Bamberg 2006
    - Das Leichenschiff
    - Der Feuerseppel
    - Seelenland der Kinder
    - Der Regen
    - Die Holzpuppe
    - Wortegift

    Düstere Balladen 2 enthält:
    - Halloween
    - Der Fluch
    - Königin der Fische
    - Das Haus
    - Die Brocken-Sage
    - Des Knaben verderben
    - Das Totengericht
    - Die Rhein-Sage
    Geändert von Retro (18.02.2019 um 13:37 Uhr)
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  2. #2
    Mk.de Mitglied Stammuser Avatar von CIT
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    Sehr schön, danke! Werde mal versuchen Kuru aufzutreiben. ich bin mir nicht sicher ob viel zu diesem Thread beizutragen haben werde — meine Hörspiel-Zeit (H.G. Francis, Dan Shocker und John Sinclair lagen bei mir immer hoch im Kurs) liegt schon viele Jahre zurück. Aber ich freue mich über Reviews.

  3. #3
    Mk.de Mitglied Stammuser Avatar von Retro
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    Zitat Zitat von CIT Beitrag anzeigen
    H.G. Francis, Dan Shocker und John Sinclair lagen bei mir immer hoch im Kurs
    Das waren damals auch meine Lieblinge- und genau diese sammle ich gerade wieder zusammen.
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  4. #4
    Mk.de Mitglied Stammuser Avatar von channard
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    Kuru ist echt krass und steht m.E. in der Brutalität weit über zum Beispiel John Sinclair. Die MC habe ich vor ein paar Jahren einmal günstig auf ebay bekommen

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  5. #5
    Mk.de Mitglied Stammuser Avatar von CIT
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    Gerade Kuru auf CD für 4€ bei Amazon gefunden, da hab ich doch glatt mal zugeschlagen.

  6. #6
    Mk.de Mitglied Stammuser Avatar von Retro
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    Der Witz ist ja, dass man die nach wie vor nachgeworfen kriegt-
    man muss nur erst mal wissen, dass es sowas gibt.

    Heute angekommen, bei einem anderen Samnmler eingetauscht:



    Sollen angeblich alle erschienenen Giftstachel / Ohrhorror / Rattenmond-Tapes sein-
    ausser der "Hexe von Bamberg", was aber kein Hörspiel ist, sondern nur Lyrik enthält.
    Sofern meine Infos stimmen.

    Irgendwann demnächst gibt es also mehr Infos von mir zu dem Splatter-Kram.
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  7. #7
    Mk.de Mitglied Stammuser Avatar von CIT
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    So, bin nun auch in den "Genuss" von Kuru gekommen.

    Was gibt es dazu zu sagen?

    - Es ist wirklich trashig. Im der Tat die Hörspiel-Version eines italienischen Kannibalenschockers aus den 80s.
    - Besonders befremdlich fand ich den Einsatz der Musik, die teilweise aus abgewandelten Stücken von Erik Saties Gymnopedie bestand — vermutlich weil es die uhrheberrechtsfrei gibt. Passt jedenfalls wie...der Pfahl ins Auge zu den Splatterszenen.
    - Auch sind viele der Details einfach lächerlich. Piranhas in Neuguinea? Und dann die Ureinwohnen, die sich nur mit "Unga Bunga" unterhalten.
    - Die Splatterszenen sind in der Tat recht drastisch.
    - Am Ende darf man sich, ähnlich Cannibal Holocaust, nochmal mit stumpfem moralischen Relativismus belehren lassen. "Sind nicht wir die wahren Kannibalen??? Betrachten wir doch einmal, was uns die Sensationsgeilen Medien jeden Tag präsentieren..." Alles klar, gehören dazu auch Medien wie Kuru?
    - Das ganze ist tatsächlich eine Aufnahme mit Kunstkopfmikrofon, es lohnt sich also durchaus es mit Kopfhörern zu hören um den räumlichen Klang zu erleben. Leider, wie schon erwähnt, klingt es trotzdem sehr nach Studio.

    Ich schließe mich der Wertung von Retro an und vergebe ebenfalls 5 von 10 Schrumpfköpfen. Wenn man Kuru in der Gruppe, bspw. im Auto oder an einem Trash-Abend, hört, kann man sicher noch zwei Punkte dazugeben.

  8. #8
    Mk.de Mitglied Stammuser Avatar von Makai
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    Piranhas in Neuguinea?
    Ich habe da mal recherchiert. In Neuguinea ist der Gamitana-Scheibensalmler beheimatet, der zur Art der Sägesalmlern gehört. Und diese werden gemeinhin als Piranhas bezeichnet. Du solltest deine Aussage also nochmal gründlich überprüfen.
    "Hey Pflaumenteufel! Was du da treibst ist Waldfrevel! Wirf den Ast weg der Förster kommt!"

  9. #9
    Mk.de Mitglied Stammuser Avatar von CIT
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    Aus Wikipedia:

    In Papua-Neuguinea wurde diese Spezies im Rahmen des FAO Programmes Fishaid 1994 in den Sepik River und 1997 in den Ramu River eingesetzt, um die Eiweißversorgung der dortigen Bevölkerung zu verbessern. [...] Die eingeführten Piaractus brachypomus zeigten im Laufe ihrer Ausbreitung im neuen Ökosystem verstärkt carnivore Ernährungsweisen. Weiterhin kam es sogar zu Unfällen bei Schwimmern, die von großen Exemplaren von Piaractus brachypomus gebissen wurden. Bei der einheimischen Bevölkerung trägt der Fisch den Beinamen „Ball Cutter“.


  10. #10
    Mk.de Mitglied Stammuser Avatar von Makai
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    Bei der einheimischen Bevölkerung trägt der Fisch den Beinamen „Ball Cutter“.
    Ebenfalls aus Wikipedia:

    Das außerordentlich kräftige Gebiss von Piaractus brachypomus ist an das Aufknacken von Nüssen angepasst, kann aber bei unsachgemäßer Handhabung mit dem Fisch zu schweren Verletzungen führen. Piaractus brachypomus ernährt sich überwiegend von Nüssen und Früchten (z. B. Samen des Gummibaumes Hevea ssp.), die in den Überschwemmungswäldern von Bäumen herabfallen. Geräusche von herabfallenden Samen und Früchten locken Pacus an. Jungfische ernähren sich noch von Insekten, Blättern und verrotteten Pflanzenteilen.

    Kannst dir ausmalen, was die einem Hoden antun...

    Sry für OT, aber das musste geklärt werden.
    Geändert von Makai (06.02.2019 um 12:51 Uhr)
    "Hey Pflaumenteufel! Was du da treibst ist Waldfrevel! Wirf den Ast weg der Förster kommt!"

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